restRISIKO


Worum gehts?

Im November soll wieder ein Castor Transport in Deutschland statt finden. Transportiert werden sogenannte „Glaskokillen„. Diese enthalten hochradioaktiven Atommüll in Form von nicht wiederverwendbaren Spaltprodukten aus Brennelementen. Diese werden z.B. in La Hague in Frankreich bei sehr hoher Temperatur (1100 Grad) mit einem Granulat (Borosilikatglas) zu einer homogenen Glasmasse verschmolzen. Diese wird in Zylinder aus Edelstahl gegossen. Jeder Zylinder fasst 400 Kilogramm der Glasmasse. Er hat einen Durchmesser von 43 Zentimetern und eine Höhe von 1,34 Metern.

Die Glaskolillen habe eine sehr hohe Temperatur, weshalb sie in La Hague zunächst zwischengelagert werden. Beim Rücktransport haben die Glaskokillen immer noch eine Temperatur an der Oberfläche von 150 bis 180 Grad, im Kern sind es ca. 400 Grad. Die Glaskokillen werden deshalb in sog. Castor Behältern für ca. 20-30 Jahre gelagert, wo sie weiter abkühlen sollen. Zur Endlagerung sollen die Glaskokillen dann aus den Castoren entnommen werden.

3.950 Glaskokillen sind in den nächsten Jahren aus La Hague und Sellafield zurückzunehmen. Pro Castor Behälter können ca. 20-25 Glaskokillen untergebracht werden, abhängig von der Restwärmeleistung. Pro Zug rollen in Deutschland ca. 6-11 Castoren. Allein diese Zahlen lassen wieder einmal deutlich sehen, wie unbedacht die gesamte Atompolitik bis heute ausgeführt wird.